Die weiteren Treffen der  Konfirmandinnen und Konfirmanden

finden jeweils am Samstag, von 9 - 12 Uhr statt:

 

 

 

14. 03.

18. 04.

09. 05.

 

 

 

 


  

Gedanken zur Konfirmation

„Kennst Du Deinen Konfirmationsspruch?“ – diese Frage stellte mir mein Großvater, als wir am Tag meiner Konfirmation im Frühjahr 1982 in der Familie zu Tisch saßen. Großvater war ebenfalls Pfarrer gewesen, und zeitlebens prägte er sich die Konfirmationssprüche der von ihm konfirmierten Mädchen und Jungen ein. Es geschah häufiger, dass er ehemalige Konfirmanden noch viele Jahre nach der Konfirmation traf, und sie dann nach dem Bibelwort fragte, das er ihnen einst unter Handauflegung zugesprochen hatte. In der Regel kannten die Gefragten noch ihren Spruch; wenn nicht, so half mein Großvater nach. Denn er hatte den Konfirmationsspruch nicht vergessen! Und das lag nicht nur an seinem phänomenalen Gedächtnis! Er prägte sich die Bibelworte seiner Konfirmanden ein, weil er diese Worte mit ihrer Lebensgeschichte in Verbindung brachte. Es war ihm ein Anliegen, die jungen Menschen mit Jesus in Kontakt zu bringen. Das geschah auch namentlich in der persönlichen Fürbitte, bei der er sie im Gebet vor Gott brachte.

Konfirmation ist typisch „evangelisch“. Das lateinische Wort „confirmatio“ bedeutet soviel wie: „Befestigung“ oder „Bestätigung“. Erfunden hat sie der Straßburger Reformator Martin Bucer (1495-1551). In der Konfirmation, so Bucer, werden die Jugendlichen, „nachdem sie im christlichen Glauben so weit gelehret sind, auf ihr eigenes Bekenntnis und Ergeben an Christum hin zu der christlichen Gemeinde bestätigt.“ In unserer heutigen Sprache ausgedrückt: Die Konfirmation ist Bestätigung der Taufe. Die jungen Menschen, die bei der Taufe in der Regel von ihren Eltern und Paten vor Gott gebracht wurden, sagen nun ihr eigenes, persönliches „Ja“ zu Jesus Christus. Und wie in der Taufe sagt Christus in der Konfirmation auch „Ja“ zu den Konfirmanden!

Die Konfirmation ist zugleich ein „Gemeindefest“. Keiner kann alleine glauben; wir alle brauchen die Glaubensgemeinschaft der Schwestern und Brüder, die uns tragen, stärken und ermutigen. Darum geschieht die Konfirmation im Beisein von Eltern und Paten im Gemeindegottesdienst. Dass die Konfirmation an Pfingsten stattfindet, ist ein sehr sprechendes Bild: Denn Pfingsten ist ja der „Geburtstag der Kirche“; Pfingsten verbinden wir mit der Gabe des Heiligen Geistes, der die Jünger ergriff und in ihnen den Glauben an Jesus Christus einpflanzte. Von diesem Glauben hoffen und beten wir, dass er auch die Konfirmanden der Pfarrgemeinde Peggau prägt und erfüllt!

Meinen Konfirmationsspruch habe ich übrigens bis heute behalten; er ist Teil meiner Lebensgeschichte geworden. Den Brauch, Konfirmanden nach ihrem Spruch zu fragen, habe ich allerdings aufgrund eines eher bescheidenen Gedächtnisses nicht weiter gepflegt. Aber dass die Konfirmanden in der Evangelischen Pfarrgemeinde Peggau angenommen und aufgehoben sind, das sollen sie wissen! Jedes gute Wort aus der Gemeinde und jedes persönliche Gebet für die Konfirmanden hat darum einen guten Sinn!